PKV fördert 2 –Klassen-Medizin
Wer in eine PKV eintreten möchte muss selbständig, verbeamtet sein, oder ein Bruttoeinkommen beziehen welches über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Das Einkommen bestimmt somit die Qualität der Versicherung und dadurch auch die Qualität der medizinischen Versorgung.
Die Pharmaindustrie will 2 Milliarden Euro nächstes Jahr einsparen. Daraus resultiert, dass Medikamente erheblich teuer werden. Wer nun privat versichert ist, kann sich teure Krebsmedikamente leisten, weil diese von der Kasse finanziert werden. Ist man jedoch gesetzlich versichert werden nur 10% des Medikamentenpreises erstattet. Die Menschen können sich solche Medikamente nicht leisten, was verheerende Folgen für die Gesundheit hat. Die Versorgung eines Menschen hängt mittlerweile von seinen finanziellen Möglichkeiten ab. Die 2 Klassen-Medizin begegnet uns auch beim Arzt. Ist man privat versichert, nehmen sich die Ärzte Zeit, man bekommt direkt einen Termin und muss nicht im stundenlang im Wartezimmer warten. Nur ein Mensch der gesund ist, kann etwas für die Gesellschaft leisten. Leistung ist in einem kapitalistischen System eine Pflicht. Doch wie soll diese Pflicht erfüllt werden, wenn nur 10% der Gesamtbevölkerung die Möglichkeit einer vernünftigen medizinischen Versorgung gegeben wird?